Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 019-2018 - 02.05.2018
1. Mai in Sachsen-Anhalt

14.000 Menschen feiern den Tag der Arbeit

Unter dem Motto „Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“ hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den Tag der Arbeit gefeiert. An den 20 Veranstaltungen mit Kundgebungen und Familienfesten in Sachsen-Anhalt beteiligten sich rund 14.000 Menschen. Damit kamen in diesem Jahr mehr Menschen zu den Mai-Kundgebungen des DGB als im vergangenen Jahr (2017: 13.000). Die meisten Besucher (3.000) wurden landesweit in Halle/Saale gezählt.

Im Mittelpunkt der Reden zum 1. Mai standen in diesem Jahr die Themen Digitalisierung der Arbeitswelt, demographische Entwicklung und der gespaltene Arbeitsmarkt einschließlich der – trotz steigender Löhne – noch immer vorhandenen Lohnlücke zwischen Ost und West. DGB-Landesvorsitzende Susanne Wiedemeyer in Wernigerode: „Die Löhne der Menschen in Sachsen-Anhalt liegen im Schnitt immer noch 20 Prozent unter dem Westniveau. Das ist fast 30 Jahre nach dem Mauerfall niemanden mehr zu vermitteln. Hier muss dringend etwas passieren.“ Als ein Grund nannte sie das Scheitern von Tarifverhandlungen, bspw. aktuell in der Baubranche. Wiedemeyer weiter: „In den bevorstehenden Tarifauseinandersetzungen werden wir weiter Druck machen und die Gewerkschaften unterstützen. Wir wollen gute Arbeit für alle. Dazu gehören höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Tarifverträge.“

Angesichts eines Gefühls der sozialen Ungerechtigkeit vieler Menschen betonte die DGB-Landesvorsitzende die Rolle der Gewerkschaften für unsere Gesellschaft. Wiedemeyer: „Wir müssen der drohenden Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Wir brauchen mehr Solidarität, mehr Vielfalt und mehr Gerechtigkeit. Gewerkschaften engagieren sich von jeher für gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, im Betrieb und in der Gesellschaft. Dabei machen wir keinen Unterschied zwischen denjenigen, deren Vorfahren schon lange in Deutschland leben und jenen, die in den letzten Jahren zugewandert sind.“

 


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