Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031-2017

CDU-Plan für neues Kinderförderungsgesetz fällt bei DGB durch

Wiedemeyer: Alleinerziehende bekommen Panik

Auf die von der CDU-Landtagsfraktion in Magdeburg angekündigte Novelle des Kinderförderungsgesetzes reagiert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit harscher Kritik.

Sachsen-Anhalts DGB-Landeschefin Susanne Wiedemeyer sagte am Donnerstag:

„Die Kürzung des Ganztagesanspruchs von 10 Stunden ist nicht nachvollziehbar. Davon wären 83.000 Kinder im Land betroffen. Wenn sich das Land zudem an den Personalkosten für die Betreuung von Kindern im ersten Lebensjahr nicht beteiligen will, dann dürfte das vor allem bei Alleinerziehenden Panik auslösen. Damit werden sie in die Arbeitslosigkeit gedrängt. Ihre Einkommen reichen häufig nicht aus, um einen nicht bezuschussten Platz zu bezahlen.

Ein Land, dass sich nur für die Finanzierung von 6 Stunden der Kinderbetreuungszeit verantwortlich fühlt, scheint von Fachkräftemangel und Demographie noch nichts gehört zu haben.“

Susanne Wiedemeyer: „Junge Paare, die Kinder haben, werden bestraft. Bei vorherrschend niedrigen Löhnen und hohen Kosten bei der Kinderbetreuung ist der Wegzug aus Sachsen-Anhalt vorprogrammiert.  Für Erzieherinnen und Erzieher brauchen wir 25 Prozent Aufschlag auf den jetzigen Personalschlüssel, um eine hohe Qualität zu erreichen. Dies hat auch die aktuelle Bertelsmann-Studie ergeben.“

 


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Susanne Wiedemeyer

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