Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 031-2016 - 11.05.2016
Schließung des Backwarenbetriebes Fricopan in der Altmark

DGB erklärt den über 500 vor Job-Verlust stehenden Beschäftigten die Solidarität

Schwere Vorwürfe gegen Aryzta-Konzern

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wirft dem Schweizer Aryzta-Konzern vor, den Backwarenbetrieb Fricopan in der Altmark bewusst ausgeblutet zu haben. Die acht DGB-Gewerkschaften haben den über 500 vor dem Job-Verlust stehenden Beschäftigten ihre Solidarität erklärt.

Für die Landeschefs von DGB und Gewerkschaften, die sich heute in Magdeburg trafen, rieche das Aus für den Betrieb nach Fördermittelspekulation und Heuschrecken-Verhalten.

Gemessen am Jahresgewinn von über 9 Millionen Euro habe rein rechnerisch jeder einzelne der 500 von Arbeitslosigkeit bedrohten Fricopan-Beschäftigten einen Gewinn von 18.000 Euro erwirtschaftet.

Die Gewerkschaften sehen in dem spektakulären Aus für das Fricopan-Werk einen dringenden Anlass, die Regeln für die Wirtschaftsförderung in Sachsen-Anhalt kritisch zu überdenken. Wirtschaftsförderung müsse sich ganz auf langfristig sichere Beschäftigungseffekte konzentrieren. Es müssten unter anderem längere zeitliche Bindungen der Unternehmen an diesen Förderzweck verbindlich geregelt sein.

Die Landesbeauftrage des DGB, Susanne Wiedemeyer, kommentierte: “Das ist unbedingt landespolitisch zu thematisieren.“


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