Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17 - 11.03.2014

Grundschulschließungen in Sachsen-Anhalt

„Kurze Wege für kurze Beine“ scheint keine Maxime der Landespolitik zu sein, wenn man die gegenwärtigen Diskussionen um Grundschulschließungen, von den Verantwortlichen permanent „Schulentwicklungsplanung“ genannt, verfolgt.

„Die Entscheidung über die zukünftige Schulstruktur Sachsen-Anhalts ist aber keine kurzfristige Entscheidung. Die Folgen der Entscheidung, wie immer sie aussehen wird, werden in jeder Hinsicht, vor allem für die weitere Entwicklung der Kommunen und des Landes, weitreichend sein.“, sagte DGB Landeschef Udo Gebhardt.

„Wenn Sachsen-Anhalt ein wirtschaftlich stark aufgestelltes wie kinderfreundliches Land sein will, müssen neben den Bedingungen für Gute Arbeit weiche Standortfaktoren vorhanden sein. Dazu gehört es auch, kleinere Grundschulen zu erhalten. Diese sind nicht per se gut oder schlecht, sondern müssen im Zusammenhang des gesamten Schulnetzes eines Trägers und der regionalen Gegebenheiten gesehen werden.“, so Gebhardt weiter. 

Mit einer Änderung der Verordnung zur „Schulentwicklungsplanung“ kann die Voraussetzung geschaffen werden, dass unter bestimmten Bedingungen auch weiterhin Grundschulen mit weniger als 80 Schülerinnen und Schülern auf Dauer zugelassen bleiben. Hierfür müssen die Gemeinden in eigener Verantwortung entscheiden können, ohne erst in jedem Einzelfall einen Ausnahmeantrag bei den Schulbehörden zu stellen.

Der DGB Sachsen-Anhalt fordert die Landesregierung sowie Landtagsfraktionen und den Landtagsausschuss für Bildung und Kultur auf, diese Forderung zu übernehmen und umzusetzen.

 


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