Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 016-2015 - 21.05.2015

DGB Sachsen-Anhalt begrüßt Fachkräftestudie, sie sollte Grundlage von Wahlprogrammen sein

Gebhardt: Fachkräfte kommen und bleiben nur, wenn wir ihnen was bieten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hebt die Bedeutung einer Studie zum künftigen Fachkräftebedarf in Sachsen-Anhalt hervor. Die Studie wurde am Donnerstag (21.05.15) durch den Chef der Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt, Kay Senius, veröffentlicht.

Nach Ansicht des DGB liegen damit wertvolle Informationen über Umfang und Struktur des Fachkräftebedarfs auf Landesebene vor. Für Arbeitgeber- und Branchenverbände, Kammern, Landespolitik und Wirtschaftsförderung ließen sich daraus notwendige Aufgaben ableiten.

DGB-Landeschef Udo Gebhardt gab zu bedenken: „Die benötigten Fachkräfte kommen oder bleiben nicht in Sachsen-Anhalt, weil wir sie hier dringend brauchen, sondern sie kommen nur dann, wenn wir ihnen Gute Arbeit bieten. Dazu gehören gutes Einkommen, sicherer Arbeitsplatz, Tarifbindung und Mitbestimmung, gutes Betriebsklima, familiengerechte Arbeitszeitregelungen und ein entsprechendes Engagement in der dualen Ausbildung. Das ist insgesamt ein dringlicher Aufgabenkatalog der Unternehmen selbst.“

„Zudem muss Sachsen-Anhalt für junge Leute interessant sein. Kommunale Angebote wie Kinderbetreuung, Kultur und schnelles Internet spielen da eine große Rolle. Letztendlich sollte die Fachkräftestudie Grundlage der künftigen Wahl- und Regierungsprogramme sein. Sachsen-Anhalt befindet sich bei der Werbung um qualifizierte Fachkräfte im bundesweiten und internationalen Wettbewerb. Darum muss Gute Arbeit ausdrückliches Ziel der Wirtschaftsförderung sein,“ so Gebhardt.

Gebhardt abschließend: „Die Diskussion über Fachkräfteengpässe darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass unser eigener Arbeitsmarkt insgesamt noch Reserven hat, nämlich bei der Integration von Arbeitslosen und der Umwandlung prekärer Beschäftigung in reguläre Arbeitsplätze.“


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