Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 018-2015 - 10.09.2015

Beschäftigungsgarantien für Stammbelegschaft des Maritim Halle. Alles andere wäre Asylsuchenden gegenüber taktlos.

DGB Sachsen-Anhalt appelliert an Landesregierung

Der DGB in Sachsen-Anhalt fordert die Landesregierung dringend auf, das Stammpersonal des Maritim-Hotels Halle bei den Planungen zur Umnutzung des Hauses als Zentrale Anlaufstelle (Zast) für Flüchtlinge einzubeziehen.

In einer Mail an den Ministerpräsidenten und weitere Kabinettsmitglieder hatte DGB-Landeschef Udo Gebhardt bereits am Montag für das Hotelpersonal Beschäftigungsgarantien gefordert. Ähnlich lautend hatte sich die Landesbezirksvorsitzende Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Petra Schwalbe, in einem Brief an Ministerpräsident Reiner Haseloff gewandt.

Auf Spekulationen über die Entlassung von etwa 50 Mitarbeitern des Hotels reagierte DGB-Chef Gebhardt auf einer Betriebsversammlung im Maritim mit scharfen Worten.

Gebhardt: „Wir können nur davon ausgehen, dass alle derzeit beschäftigten Mitarbeiter ihr Arbeitsverhältnis mit allen rechtlichen und sozialen Konditionen behalten werden.“

Der DGB-Chef weiter: „Es ist höchste Zeit, dass ein Vertreter der Landesregierung hier erscheint. Angesichts derer, um die es sich hier dreht – nämlich die Flüchtlinge – ist der bisherige Umgang mit dem Personal eine politische Instinktlosigkeit. Wir können den Flüchtlingen nicht helfen wollen und zugleich die Schwächsten der Helfer vor die Tür setzen. Das wäre ein Anschlag auf die Hilfsbereitschaft unserer Bevölkerung insgesamt und würde rechtsradikalen und gewalttätigen Fremdenhassern falsche Argumente liefern.“

Gebhardt abschließend: „Die Landesregierung darf in dieser Situation nicht etwa 50 einheimische Arbeitnehmerinnen von ihren Arbeitsplätzen ‚zwangsausweisen‘. Ein solcher Vorgang wäre auch den Asylsuchenden gegenüber taktlos und peinlich.“


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