Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 014-2017 - 29.05.2017

Pendleraktion des DGB auf 10 Bahnhöfen in Sachsen-Anhalt

Bundesweiter Aktionstag „Rente muss reichen – jede Stimme zählt."

Am kommenden Mittwoch, 31. Mai, wenden sich an über 300 Bahnhöfen und anderen Standorten in ganz Deutschland die DGB-Gewerkschaften direkt und persönlich an Berufspendler. Die Aktion ist Teil der DGB-Kampagne für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik.

So werden auch an 10 Bahnhöfen in Sachsen-Anhalt zum Teil schon ab 5:30 in der Frühe Gewerkschaftsvertreter Informationshefte und, wo dies möglich ist, „Coffee To Go auf dem Weg zur Arbeit“ anbieten.

Sachsen-Anhalts DGB-Chefin Susanne Wiedemeyer erklärt die Ziele des Aktionstages: „Die DGB-Gewerkschaften wollen einen grundlegenden Kurswechsel in der Rentenpolitik. Der Sinkflug muss gestoppt und das Rentenniveau wieder angehoben werden – wenigstens auf 50 Prozent.“

Wiedemeyer: „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, auf die sich die Menschen verlassen können. Im Wahljahr haben wir die Chance, gemeinsam viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen.

Die Menschen brauchen die Sicherheit, dass nach jahrzehntelanger Arbeit ihre Rente nicht Armut bedeutet. Ein stabiles gesetzliches Rentenniveau für alle ist unbedingt notwendig.“

Hintergrund zu den Forderungen des DGB

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt.

Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent. Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de

 

 

 


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