Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 00044 - 13.11.2009

DGB in Sachsen-Anhalt unterstützt Bildungsstreiks

Gebhardt: Notwendiges Signal an die Landesregierung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Sachsen-Anhalt (DGB) unterstützt die Aktionen unter dem Motto "Bildungsstreik", die für die kommende Woche an Hochschulstandorten angekündigt sind.

Sachsen-Anhalts DGB-Chef Udo Gebhardt sieht in den geplanten Foren und Aktionen ein notwendiges Signal an die Landesregierung. Ein solches Signal müsse aber unbedingt über den Hochschulbereich hinaus wirken.

Gebhardt sagte am Freitag (13.11.2009) in Magdeburg: "Die Landesregierung muss erkennen, dass Bildung der wichtigste und die Zukunft sichernde Standortfaktor ist. Und zwar vom Kindergarten, über Schule, Berufsbildung bis zu Hochschulen und Forschung. Der Zugang dazu muss Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft möglich sein. Das Geld, das dafür investiert wird, bringt Renditen und geht bei keiner Finanzkrise verloren."

Der DGB-Chef: "Die Diskussion über das gemeinsame Lernen bis Klasse 8 muss baldmöglichst Konsequenzen zeigen. Diese dringend notwendige Modernisierung wird zwar auch Geld kosten, aber 10 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss können wir uns schon jetzt nicht leisten, weder finanziell noch gesamtgesellschaftlich."

Gebhardt: "Für die Hochschulen darf es keine Budget-Kürzungen geben. Auch die anstehenden Gehaltsangleichungen in Lehre und Forschung an das Westniveau müssen vom Landeshaushalt mitgetragen werden. Die Hochschulen allein können das nicht erwirtschaften."

Gebhardt abschließend: "Wer technische Innovationen will, wer keinen Fachkräftemangel will, wer wertschöpfende Unternehmen und Beschäftigungseffekte mit höherem Einkommensniveau will, der muss in Bildung investieren.

Die schwarz-gelben Versprechungen einer "Bildungsrepublik Deutschland" können nur in den Ländern realisiert werden. Sachsen-Anhalt sollte dabei voran gehen."


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