Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 00026 - 15.07.2010

Ferienjobs für Schüler. Damit es keinen Ärger gibt.

Sommerferien! Für viele Schülerinnen und Schüler auch Gelegenheit, sich das Taschengeld mit einem Ferienjob aufzubessern. Damit es keinen Ärger mit den Ämtern gibt, sollte aber einiges beachtet werden. Grundlage ist das Jugendarbeitsschutzgesetz. Darin ist unter anderem festgeschrieben, wie lange Jugendliche arbeiten dürfen und welche Tätigkeiten tabu sind.

Grundsätzlich ist Kinderarbeit verboten. Wer aber mindestens 15 Jahre alt ist, darf einen Job auch ohne schriftliche Einwilligung der Eltern annehmen. Bei 13- und 14-Jährigen Jugendlichen kann mit elterlicher Erlaubnis bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr gearbeitet werden. In landwirtschaftlichen Betrieben auch eine Stunde länger. Voraussetzung dafür ist aber, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt, wie z.B. Beerenpflücken, andere Gartenarbeiten oder Zeitung austragen.

15- bis 17-Jährige, die noch schulpflichtig sind, dürfen nicht länger als vier Wochen in den Ferien jobben und auch keine schwere körperliche oder gefährliche Arbeit verrichten. Schweres Tragen oder der Umgang mit Chemikalien wären also nicht möglich.

Die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche darf nicht überschritten werden. Schüler dürfen nur zwischen 6 und 20 Uhr eingesetzt werden. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen: Ab einem Alter von 16 Jahren ist es möglich, im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr zu arbeiten.

Am Wochenende dürfen Kinder und Jugendliche lediglich im Rahmen von Events - z.B. Sportveranstaltungen - arbeiten.

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, auf diese Bestimmungen zu achten, und sie müssen Schüler für den Ferienjob über ihren Betrieb gegen Unfälle versichern.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Sachsen-Anhalt (DGB) empfiehlt allen Schülerinnen und Schülern, auch auf Lohn zu achten. Arbeit soll sich ja auch für junge Leute lohnen. Dabei fallen für Ferienjobs gewöhnlich keine Beiträge zur Sozialversicherung an. Das wäre erst der Fall, wenn der Lohn über 896 Euro pro Monat liegt. Die dann fälligen Steuern werden in der Regel im nächsten Jahr erstattet. Dafür ist es ratsam, eine Lohnsteuerkarte abzugeben.

Letzter Rat der Gewerkschaften: Für Jugendliche ist es gut, mal in die Arbeitswelt reinzuschnuppern und eigenes Geld zu verdienen. Aber die Ferien sind hauptsächlich für Spaß und Erholung gut. Ein Hilfsjob in einem Freibad wäre natürlich genial.


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