Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 14-2019 - 10.07.2019
IAB-Betriebspanel 2019

Beschäftigte mit Tarifvertrag sind besser dran

Heute haben Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne und Kay Senius, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, die ersten wichtigen Erkenntnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2019 für Sachsen-Anhalt kommentiert. Dazu sagt Susanne Wiedemeyer, Landesleiterin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Sachsen-Anhalt:

„Durch tarifvertragliche Regelungen profitieren Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen. Beschäftigte spüren das im Geldbeutel und beim Urlaubsanspruch; der Arbeitsplatz ist sicherer. Arbeitgeber haben durch kollektive Vereinbarungen mehr Planungssicherheit und Frieden im Betrieb. Die Tarifautonomie ist ein Erfolgsmodell, das es zu stärken gilt.“

„Mit Tarifvertrag sind die Beschäftigten einfach besser dran. Ihr Bruttoverdienst liegt mit 12 Prozent deutlich über dem Durchschnittsverdienst im Land. Arbeitgeber brüsten sich hingegen oft, mit Anlehnung an einen Tarifvertrag tarifgleiche Bedingungen zu schaffen. Das ist schlicht falsch. Eine Anlehnung an einen Tarifvertrag ist nicht mit einem Tarifvertrag gleichzusetzen und geht zu Lasten der Beschäftigten. Der Lohnunterschied von acht Prozent ist beachtlich.“

Wiedemeyer weiter: „Es ist ein schwacher Trost, dass die Tarifbindung in Sachsen-Anhalt höher ist als in den anderen ostdeutschen Bundesländern. Denn dreiviertel der Betriebe scheuen vor tarifvertraglichen Vereinbarungen auf Augenhöhe zurück. Wenn nur die Hälfte der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt durch Tarifverträge geschützt ist, muss endlich ein Umdenken stattfinden. Gute Arbeit heißt gute Bezahlung, Mitbestimmung und eben auch Tarifvertrag. Auf diese Faktoren wird es in Zeiten eines erhöhten Fachkräftebedarfs ankommen. Mit einem fortschrittlichen Vergabegesetz, das tarifgebundene Unternehmen stärkt und einen vergabespezifischen Mindestlohn festschreibt, kann die Landesregierung einen wichtigen Beitrag leisten.“

 


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