Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13-2019 - 21.06.2019

Gewerkschaftsjugend gibt Tipps bei Ferienjobs

Die Sommerferien beginnen am 4. Juli und damit für viele Schülerinnen und Schüler auch die Zeit der Ferienjobs. Aber welche Regeln gelten für die Ferienarbeit? Die Gewerkschaftsjugend gibt Tipps.

„Auf jeden Fall sollte jede Schülerin und jeder Schüler nur mit einem Vertrag in der Hand einen Ferienjob beginnen. Der Vertrag muss vorher abgeschlossen werden und Aufgaben, Arbeitszeiten und den Lohn klar regeln", rät Richard Keppler, Vorsitzender des Stadtjugendausschusses der DGB-Jugend in Magdeburg.

„Gefährliche Arbeiten sind für Kinder und Jugendliche generell tabu. Das Jugendarbeits-schutzgesetz regelt die genauen Bedingungen für Ferienarbeit", sagt Sandy Schüler von der DGB-Jugend in Magdeburg. Erlaubt sind leichte Tätigkeiten, zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitung austragen oder Botengänge. Schwere körperliche oder gefährliche Tätigkeiten sind für Jugendliche verboten.

Arbeitszeiten: Vom 13. bis einschließlich 14. Lebensjahr dürfen Kinder nur mit Zustimmung der Eltern arbeiten – aber nur bis zu zwei, in der Landwirtschaft bis zu drei Stunden täglich, und zwar zwischen 8 und 18 Uhr.

Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren dürfen maximal vier Wochen im Jahr in den Ferien jobben. Mehr als acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche sind dabei nicht erlaubt und der Arbeitszeitraum muss zwischen 6 und 20 Uhr liegen. Ausnahmen gelten für ältere Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren, die etwa in Gaststätten bis 22 Uhr und in Mehrschicht-Betrieben bis 23 Uhr arbeiten dürfen.

Wer arbeitet, muss auch Pause machen. Unter 18-Jährige haben bei viereinhalb bis sechs Stunden Arbeit am Tag einen Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause; bei mehr als sechs Arbeitsstunden sind es 60 Minuten.

Das Mindestlohngesetz gilt auch für Ferienarbeit. Jedoch haben nur Jugendliche ab 18 Jahren den Anspruch auf 9,19 Euro je Stunde. Für unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung gilt das Mindestlohngesetz nicht. „Ferienjobs müssen fair bezahlt werden. Jugendliche sollten die Bezahlung im Blick haben, wenn sie den Arbeitsvertrag unterschreiben“, betont Schüler.

Was tun, wenn Arbeitgeber sich nicht an die Gesetze halten? Keppler: „Verstöße gegen Arbeitsschutzgesetze sollte niemand tolerieren. In solchen Fällen drohen den Arbeitgebern heftige Geldbußen.“

Hilfe bei Problemen und Verstößen bieten die örtlichen Aufsichtsbehörden, etwa die Ämter für Gewerbeaufsicht oder für den Arbeitsschutz.

Mehr unter: https://jugend.dgb.de/dein-ferienjob

 

 


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