Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21 - 01.09.2020
Arbeitsmarktzahlen

Kurzarbeitergeld sichert Beschäftigung und stabilisiert die Konjunktur

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt scheint sich zu stabilisieren. Darauf deuten die heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen hin. Dazu erklärt die Landesleiterin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Sachsen-Anhalt, Susanne Wiedemeyer: „Kurzarbeit hat einen Dammbruch auf dem Arbeitsmarkt verhindert und gleichzeitig Konjunktur und Konsum stabilisiert. Durch den vereinfachten Zugang zur Kurzarbeit haben viele Beschäftigte ihren Arbeitsplatz behalten. Das sichert dem Staat auch zukünftig Einnahmen durch Steuern und Sozialabgaben. Deswegen war es richtig, dass die bestehenden Regelungen zum Kurzarbeitergeld bis Ende 2021 verlängert wurden.“

Dennoch bringt das Kurzarbeitergeld für viele Beschäftigte finanzielle Einbußen mit sich; die Arbeitgeber werden aber von allen Sozialabgaben entlastet. Wiedemeyer: „Wer mit einem Niedriglohn kaum über die Runden kommt, hat es mit dem Kurzarbeitergeld erst recht schwer. Deswegen sehen wir über die gesetzliche Erhöhung hinaus die Arbeitgeber in der Pflicht, das Kurzarbeitergeld aufzustocken.“

Der Ausbildungsmarkt in Sachsen-Anhalt zeigt sich weiterhin stark gespalten. 2.100 unversorgten Bewerbern stehen 3.700 unbesetzten Stellen gegenüber. „Die üblichen Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt werden durch die Corona-Krise verstärkt. Wir appellieren an die Arbeitgeber, an der Ausbildung festzuhalten. Wer morgen Fachkräfte braucht, muss heute ausbilden – das gilt auch in der Krise.“ Gleichzeitig ermutigt Wiedemeyer die Jugendlichen, sich auch für dieses Jahr noch auf die Suche nach einer Lehrstelle zu machen: „Es ist noch nicht zu spät, einen Ausbildungsplatz zu finden. Es gibt viele offene Stellen, weil nicht nur die Jugendlichen, sondern auch Betriebe und Berufsberatung von der Pandemie kalt erwischt wurden.“ Schulabgänger sollten sich jetzt schnell bei den Arbeitsagenturen melden.


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