Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21 - 08.09.2022

Absage an Nachfolge des Neun-Euro-Tickets geht zu Lasten der Menschen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen-Anhalt reagiert mit Unverständnis auf die Äußerungen von Infrastrukturministerin Hüskens, wonach sich das Land eine Nachfolge für das Neun-Euro-Ticket nicht leisten könne.

DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer: „Das Neun-Euro-Ticket war ein Meilenstein für Mobilität und Klimaschutz. Dass das Land sich nun quer stellt, obwohl die Bundesregierung mit dem dritten Entlastungspaket den Weg frei gemacht hat für eine Nachfolgeregelung, ist absolut unverständlich und alles andere als nachhaltig. Die Absage geht zu Lasten der vielen Beschäftigten, die täglich zur Arbeit pendeln. Angesichts der steigenden Preise in allen Lebensbereichen würde ein kostengünstiges Ticket für Bus und Bahn die Menschen spürbar entlasten.“

Wiedemeyer betont zugleich, dass das Neun-Euro-Ticket die Schwachstellen im Nah- und Fernverkehr schonungslos offengelegt hat: „Ein Nachfolgeticket ergibt nur Sinn, wenn auch kräftig in Infrastruktur, Kapazität und vor allem Personal investiert wird. Die Beschäftigten der Bahn haben zum Teil sehr unter dem Fahrgastansturm gelitten. Stress und Anfeindungen haben enorm zugenommen. Die Gewerkschafterin kritisiert in diesem Zusammenhang dennoch die Aussage des Abgeordneten Gürth: „Wer das Neun-Euro-Ticket als ‚Ticket ins Chaos‘ bezeichnet, hat Orientierung und Bindung an die Menschen verloren.“


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