Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 34 - 14.12.2022

Fachkräfte sichern mit Ausbildung, Qualifizierung und guter Arbeit

Auf Antrag der SPD-Fraktion debattiert der Landtag von Sachsen-Anhalt heute über Möglichkeiten der Fachkräftesicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt den Parlamentsvorstoß und plädiert neben einer notwendigen Zuwanderung einschließlich verbesserter Beratungs- und Unterstützungsangebote für mehr Engagement, um inländische Potenziale zu heben.

DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer: „Wirtschaft und Industrie stehen vor einem grundlegenden Wandel. Um den Bedarf an Fachkräften zu decken, muss deutlich mehr Wert auf betriebliche Qualifizierung sowie berufliche und allgemeine Weiterbildung gelegt werden. Gerade in den laufenden Transformationsprozessen ist es Aufgabe der Arbeitgeber, die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Arbeitnehmer sicherzustellen. Für berufliche Qualifizierungsangebote müssen Beschäftigte bezahlt freigestellt werden. Lebenslanges Lernen und gute Arbeit sind essentiell für die Fachkräftesicherung in Sachsen-Anhalt.“

Für Menschen mit Behinderung fordert die Gewerkschafterin einen besseren Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Das gilt insbesondere für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). „In Sachsen-Anhalt machen schwerbehinderte Menschen nur etwas mehr als drei Prozent aller Beschäftigten aus. Das muss sich ändern. Unternehmen müssen die gesetzliche Beschäftigungspflicht für schwerbehinderte Menschen endlich ernst nehmen. Wer als Arbeitgeber zu wenig Menschen mit Behinderungen beschäftigt, muss eine höhere Ausgleichsabgabe als bisher zahlen“, so Wiedemeyer.

DGB-Jugendsekretär Fabian Pfister: „Mit der dualen Ausbildung haben wir ein hervorragendes System, um junge Menschen als kommende Fachkräfte zu gewinnen. Über die Möglichkeiten und Potenziale der Berufsausbildung muss besser informiert werden. Deshalb muss die schulische Berufsorientierung in Sachsen-Anhalt dringend vereinheitlicht und auf alle Schulformen ausgeweitet werden. Arbeitgeber können mit einer guten Ausbildungsqualität erreichen, dass junge Menschen mit ihrem erlernten Beruf zufrieden und verbunden sind. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass junge Menschen am Übergang Schule-Beruf in Warteschleifen verharren. Im Land betrifft das jährlich rund 4.000 junge Menschen. Sie brauchen eine gute Begleitung und verbindliche Perspektiven auf einen Berufsabschluss. Sachsen-Anhalt kann es sich nicht leisten, auf dieses Fachkräftepotential zu verzichten.“


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