Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 22 - 18.12.2021

Susanne Wiedemeyer als Stellvertretende DGB-Vorsitzende bestätigt

#rechnetmituns: Gewerkschaftsbund will zentrale Herausforderungen angehen

Susanne Wiedemeyer ist als Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. In ihrer Funktion leitet die Juristin Wiedemeyer auch das DGB-Landesbüro Sachsen-Anhalt. Auf der 6. Ordentlichen Bezirkskonferenz des DGB-Bezirks in Hannover wurde die 60-Jährige heute mit 98 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt. Aufgrund der Pandemielage fand die Konferenz überwiegend digital statt.

Vorsitzender des DGB-Bezirks bleibt Dr. Mehrdad Payandeh. Für den 61-jährigen promovierten Ökonom stimmten 88 von 90 Delegierten (98 Prozent). Bevor Payandeh 2018 den Bezirksvorsitz übernahm, leitete er die Abteilung Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik beim DGB-Bundesvorstand. Er stammt aus einer iranischen Gewerkschafter*innen-Familie und floh 1985 vor politischer Verfolgung nach Deutschland.

Nach ihrer Wahl bedankte sich Susanne Wiedemeyer für das Vertrauen der Delegierten und betonte die Bedeutung von Gewerkschaften, betrieblicher Mitbestimmung und Tarifverträgen für Sachsen-Anhalt: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit von Gewerkschaften und das umsichtige Handeln der Betriebs- und Personalräte ist, damit die Menschen am Arbeitsplatz geschützt sind. Sie haben einen großen Verdienst daran, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben und das Arbeiten von Zuhause geregelt sind.“ Wiedemeyer verdeutlichte, dass es den Beschäftigten und ihren Gewerkschaften trotz Pandemie gelungen ist, in Tarifauseinandersetzungen teils erhebliche Lohnzuwächse zu erkämpfen. „Wir werden weiter für gute Arbeit und gute Löhne mit Tarifvertrag einstehen, denn noch immer arbeitet in Sachsen-Anhalt mehr als jede*r dritte Beschäftigte zu einem Niedriglohn. Auch die neue Landesregierung ist in der Pflicht, Lohndumping zu verhindern, indem sie die Vergabe staatlicher Leistungen an Tariflöhne koppelt“, so Wiedemeyer weiter.

Darüber hinaus machte die Stellvertretende Bezirksvorsitzende deutlich, dass das Land Sachsen-Anhalt durch den Kohleausstieg und den Umstieg auf Elektromobilität vor großen Herausforderungen steht. Wiedemeyer: „Damit der Strukturwandel nicht zu einem erneuten Strukturbruch wird, brauchen die Beschäftigten Sicherheit und Perspektiven. Klimaschutz, Energieversorgung und Beschäftigung müssen Hand in Hand gehen. Als Gewerkschaften sorgen wir dafür, dass der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft gerecht gestaltet wird. Rechnet mit uns!“

Mit Sorge betrachtet Wiedemeyer die zunehmende Radikalisierung der Corona-Proteste. „Corona verlangt den Menschen viel ab. Gerade in der Pandemie kommt es darauf an, als Gesellschaft zusammenzuhalten und solidarisch zu handeln. Wir müssen gefährdete Menschen schützen und diejenigen unterstützen, die die Hauptlast der Krise tragen, nämlich die Beschäftigten in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine kleine, aber lautstarke Minderheit versucht, unsere demokratische Kultur und unser Miteinander zu vergiften.“


Zur Person: Die Arbeitsrechtlerin Wiedemeyer arbeitet seit 1992 in verschiedenen Funktionen für den Deutschen Gewerkschaftsbund in Sachsen-Anhalt. Vor ihrer Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden war sie Referentin für Wirtschafts-, EU- und Strukturpolitik sowie Sozialpolitik. Sie engagiert sich u.a. als Verwaltungsratsvorsitzende der AOK Sachsen-Anhalt und in den Gremien des AOK-Bundesverbandes und der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland. Susanne Wiedemeyer lebt in Magdeburg und hat zwei erwachsene Kinder.

Zum DGB-Bezirk: In Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt vertritt der DGB-Bezirk die Interessen von mehr als 900.000 Gewerkschaftsmitgliedern. Die DGB-Bezirkskonferenz findet alle vier Jahre statt. 100 Delegierte aus den acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB wählen dort den Vorsitz und die Stellvertretung sowie die Geschäftsführung der neun DGB-Regionen und beraten Anträge zu gewerkschaftlichen, organisatorischen und politischen Themen.


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