Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 020 - 24.05.2013

Urlaubsgeld: Nach Branchen sowie nach Ost und West sehr unterschiedlich

Düsseldorf/Magdeburg. 47 Prozent der Beschäftigten in Deutschland erhalten von Ihrem Arbeitgeber ein Urlaubsgeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Tarifarchivs im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Die Chancen dazu sind allerdings sehr unterschiedlich verteilt:

59 Prozent der Beschäftigten von tarifgebundenen Arbeitgebern erhalten Urlaubsgeld, in Betrieben ohne Tarifbindung sind es nur 35 Prozent.

Zudem wird in Westdeutschland eher Urlaubsgeld gezahlt als in ostdeutschen Ländern, in großen Betrieben eher als in kleinen, an Beschäftigte mit höherem Einkommen eher als an Geringverdiener und eher an Männer als an Frauen.

Interessant ist auch der Verteilung nach Wirtschaftszweigen: Am wenigsten Geld für die Urlaubskasse gibt es in der Landwirtschaft und im Steinkohlenbergbau, wesentlich besser sieht es zum Beispiel in der Metallindustrie aus.

Das tarifliche Urlaubsgeld in der mittleren Vergütungsgruppe hat vor allem in der Holz- und Kunststoffverarbeitung mit 2.204 zu 1.343 Euro ein deutliches West-Ost-Gefälle. In der Chemiebranche gibt es in Ost und West gleichermaßen nur 614 Euro.


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