Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 32 - 24.11.2022
25. November - internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Null Toleranz für Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen weisen die Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund auf den dringenden Handlungsbedarf zum Schutz von Frauen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz hin.

DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer erklärt: „Es war ein Meilenstein, als vor drei Jahren alle ILO-Mitgliedstaaten das Abkommen C190 vereinbart haben, nach dem jede und jeder das Recht auf eine Arbeitswelt ohne Gewalt und Belästigung hat. Der DGB fordert von der Bundesregierung eine zügige Unterzeichnung und Umsetzung des Abkommens!“

Susanne Wiedemeyer weiter: „Ein gewaltfreies Leben und ein belästigungsfreier Arbeitsplatz sind keine Privilegien. Sie sind Menschenrechte. Die Bundesregierung muss jetzt endlich handeln. Wir fordern: Rote Karte für Sexismus und Gewalt!“

Wiedemeyer weist außerdem darauf hin, dass Unternehmen zum Schutz ihrer Beschäftigten bereits jetzt handeln sollten: „Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können und sollten die Maßnahmen, die das Abkommen vorsieht, bereits jetzt umsetzen – es ist beschlossen, der Text im Internet veröffentlicht. Werden Beschäftigte für die Probleme sensibilisiert oder betriebsinterne Ausschüsse unterstützt, können erste Besserungen erreicht werden. Außerdem müssen geschlechtsspezifische Daten erhoben und analysiert werden, um Lücken in den Sorgfaltspflichten, die alle Unternehmen haben, zu schließen.“

Hintergrund:

Im Zuge der Internationalen #MeToo-Debatte erlangte das Thema der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz erstmals breite Beachtung. Dank hartnäckiger Lobbyarbeit kam es 2019 zur Unterzeichnung des Abkommens und Bundesarbeitsminister Heil hat sich im gleichen Jahr zur Umsetzung des Abkommens bekannt. Die Ampel-Koalition hat es im Koalitionsvertrag festgeschrieben, aber noch ist das Abkommen nicht in deutsches Recht übertragen. Im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Verbots- und Sanktionsnormen einzuführen, wenn Beschwerdestellen nicht eingerichtet werden. Das Thema ist im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu verankern und Mitbestimmungsrechte zu stärken.


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