Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08 - 10.03.2020
Haushaltsverhandlungen

Sachsen-Anhalt bekommt ein Azubi-Ticket

Sachsen-Anhalt bekommt ein Azubi-Ticket. Es soll zum 1. Januar 2021 eingeführt werden. Darauf haben sich die Koalitionsfraktionen im Rahmen der Haushaltsverhandlungen geeinigt: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt die Entscheidung der Kenia-Koalition ausdrücklich.

Susanne Wiedemeyer, Leiterin des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Sachsen-Anhalt: „Nach der monatelangen Hängepartie um das Azubi-Ticket gibt es endlich einen klaren Kurs. Mit dem Ticket werden viele tausend Auszubildende bei ihren Fahrtkosten spürbar entlastet. Das Azubi-Ticket bedeutet einen Qualitätssprung für den Ausbildungsstandort Sachsen-Anhalt.“

Der DGB, die DGB-Jugend Sachsen-Anhalt sowie die Kammern und Arbeitgeberverbände haben ein Ticket für 30 Euro im Monat gefordert Es soll landesweit für Bus und Bahn und auch in der Freizeit gelten. DGB und DGB-Jugend werden die Umsetzung daraufhin kontrollieren, dass der Leistungsumfang den Forderungen entspricht.

Fabian Pfister, Landesjugendsekretär: „Wir freuen uns über das Verhandlungsergebnis der Kenia-Koalition. Das vorgelegte Konzept ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Allein für den Weg zur Berufsschule zahlt gut ein Drittel aller Auszubildenden bislang zwischen 10 und 30 Euro pro Tag. Im Sinne der Auszubildenden sind auch die Arbeitgeber gefordert ihren Beitrag zu leisten, indem sie die Ticketkosten übernehmen.“

Sachsen-Anhalt ist nach Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen das achte Bundesland, das ein Azubi-Ticket einführt. Laut aktuellem Haushaltsentwurf werden für das Ticket jährlich 14 Millionen Euro bereitgestellt. Der Ticketpreis soll bei 50 Euro im Monat liegen. Die Landkreise und kreisfreien Städte sollen mit zehn Euro pro Auszubildenden bezuschusst werden, um den Tarif auch bei lokalen Nahverkehrsanbietern bestellen zu können. Die Einführung des Azubi-Tickets steht als Prüfauftrag im Koalitionsvertrag. Bis zuletzt war fraglich, ob für die Umsetzung des Tickets Haushaltsmittel bereitgestellt werden.


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