Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 006-2015 - 27.02.2015

Arbeitsmarktzahlen

Sachsen-Anhalts DGB kritisiert Zunahme der Leiharbeit und fordert Regulierung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert die massive Zunahme von Leiharbeit in Sachsen-Anhalt. Der DGB-Landeschef Udo Gebhardt Kommentiert die heute veröffentlichen Arbeitsmarktzahlen weitgehend positiv, merkt aber an: „Obwohl sich die Lage verbessert hat, werden sehr viele Arbeitslose in Leiharbeit vermittelt.“ Gebhardt weist darauf hin, dass fast jeder dritte Erwerbslose, den die Bundesagentur für Arbeit (BA) vermittelt, in der Leiharbeit landet. Dies zeige die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen.

Der Gewerkschafter: "Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt 22.800 Menschen in Leiharbeit, vor zehn Jahren waren es mit 10.000 weniger als die Hälfte.  Für die Betroffenen bedeutet Leiharbeit in der Regel kurzzeitige Beschäftigung zu Dumpinglöhnen. Mehr als die Hälfte dieser Arbeitsverhältnisse wird nach weniger als drei Monaten wieder beendet. Vollzeitbeschäftige Leiharbeiter verdienen im Schnitt 1700 Euro brutto im Monat, der branchenweite Schnitt liegt bei 2.960 Euro. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass es nur ein verschwindend kleiner Teil der vormals Arbeitslosen schafft, durch die Leiharbeit einen regulären Job zu erhalten. In der Regel führt die Leiharbeit nur in immer neue Leiharbeit."

Gebhardt weiter: „Ziel der Arbeitsvermittlung muss die Vermittlung in dauerhafte Arbeit sein. Leiharbeitgeber sollten nicht die Premiumpartner von Jobcentern und Bundesagentur sein.“


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Bernhard Becker

dgb

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