Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 35 - 31.07.2014

Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt: DGB fordert mehr Chancen für Ältere - Arbeitslosigkeit der Über-54-jährigen gestiegen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen-Anhalt blickt besorgt auf die steigende Zahl der älteren Arbeitslosen. Während die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr landesweit um 4,7 Prozent auf 120.362 deutlich zurückgegangen ist, nahm die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind kaum ab (-0,8 Prozent). Besonders problematisch ist die Lage der Über-54-jährigen, bei ihnen stieg die Arbeitslosigkeit um 1,3% auf insgesamt 27.875 Betroffene an.

Der DGB-Arbeitsmarktexperte Lars Niggemeyer stellt fest: „Der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt ist gespalten. Während sich die Chance auf Beschäftigung für Menschen unter 50 Jahren in den letzten zwölf Monaten verbessert hat, hat sie sich für Über-54-Jährige verschlechtert. Je älter Arbeitslose sind, desto geringer ist ihre Chance, wieder einen Job zu finden.“

Niggemeyer: „Leider besteht auf Seiten vieler Arbeitgeber große Zurückhaltung, ältere Beschäftigte anzustellen. Die Mehrzahl dieser Personengruppe ist aber sehr gut ausgebildet und verfügt über langjährige Berufserfahrung. Das müsste auch im Zusammenhang mit dem Landes-Fachkräftepakt in Sachsen-Anhalt diskutiert werden.“

Die Zahlen zeigen nach Ansicht des DGB aber auch, dass die Erhöhung des Renteneintrittsalters der falsche Weg ist, da nach wie vor die Beschäftigungschancen älterer Beschäftigter viel zu gering sind. Lars Niggemeyer betont: „Auch Arbeitslose brauchen die uneingeschränkte Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen zu könnnen. Die aktuelle Regelung, Zeiten der Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor der abschlagsfreien Rente ab 63 nur unter starken Beschränkungen mitzurechnen, ist für viele Betroffenen purer Hohn.“


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