Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37 - 05.08.2014

Gewerkschaften wehren sich gegen Reduzierung des Schienennahverkehrs

Sachsen-Anhalts DGB-Chef Gebhardt: Landesregierung arbeitet gegen eigene Zielstellung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet negative Folgen von gesamtwirtschaftlicher Dimension.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnt vor unwiederbringlichen Verlusten im Nahverkehrsangebot. EVG-Geschäftsstellenleiter Jürgen Geidies, verweist darauf, dass das Land vom Bund aktuell 365 Millionen Euro als Regionalisierungsmittel für den Schienenverkehr erhält. Geidies: „Leider werden davon nur etwa 80 Prozent für den Erhalt der Bahnleistungen genutzt. Ein Fünftel der Regionalisierungsmittel wird aus unserer Sicht nicht sachgerecht verwendet. Der vorauseilende Sparkurs der Landesregierung lässt weitreichende Abbestellungen und Ausdünnungen von Bahnverbindungen befürchten. In der Folge müssten bis zu 300 Personalstellen abgebaut werden. Dagegen werden wir uns wehren.“

Nach Ansicht von Sachsen-Anhalts DGB-Chef Udo Gebhardt gefährdet die Ausdünnung von regionalen Bahnverbindungen mittelständische Unternehmen in der Fläche und den ländlichen Raum insgesamt. Gebhardt: „Die Landesregierung arbeitet in diesem Fall gegen eigene Interessen. Sachsen-Anhalt ist ein Flächenland mit schwindender Bevölkerungsdichte. Im Sinne der demografischen Herausforderungen brauchen wir kundenfreundlich Nahverkehrsangebote. Bus- und Schienenverkehr gehören – auf einander abgestimmt - unbedingt dazu.“


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