Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15 - 06.03.2014

56.000 Arbeitnehmer warten auf Mindestlohn

Landesregierung muss umdenken

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen-Anhalt fordert von der Landesregierung mehr Engagement für gute Arbeitsbedingungen und bessere Entlohnung. DGB-Landeschef Udo Gebhardt sagt: „Die Landesregierung muss endlich umdenken und Gute Arbeit in Sachsen-Anhalt schnellstmöglich umsetzen. Dabei können wir nicht auf Entscheidungen der Bundesregierung warten, sondern müssen im Land aktiv werden.“ Während weit  mehr als 56.000 Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt auf den Mindestlohn warten, und selbst der Arbeits- und Sozialminister Bischoff die Existenz eines riesigen Mindestlohnsektors bestätigt, schöpfe die Landesregierung ihre Handlungsmöglichkeiten nicht aus, so Gebhardt. Es reiche nicht aus, für Tarifverträge zu werben.

Konkret fordert Gebhardt, im Vergabegesetz Mindestlöhne mit 8,50 Euro pro Stunde als Untergrenze festzuschreiben. Des Weiteren muss der Erhalt von öffentlichen Fördermitteln an Kriterien Guter Arbeit“ gebunden werden. Dies schließt zum Beispiel die Einhaltung von Tarifverträge, betriebliche Mitbestimmung sowie garantierte Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen ein. Die Zeit von „Geiz ist geil“ ist vorbei. Mindestlohn ist nur die untere Grenze, die Menschen im Land Sachsen-Anhalt haben mehr verdient. Dafür müssen sie gemeinsam mit den Gewerkschaften streiten.

„Im arbeitsmarktpolitischen Programm hat sich das Land zu „Guter Arbeit“ bekannt, jetzt müssen Taten folgen“, fordert Gebhardt. Der DGB-Index Gute Arbeit zeigt, dass Sachsen-Anhalt insbesondere bei jungen gut ausgebildeten Fachkräften mit westdeutschen Bundesländern in Konkurrenz steht.

 

Mehr zum DGB-Index Gute Arbeit


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