Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 00043 - 23.12.2009

Sachsen-Anhalts DGB-Chef besucht Städtisches Klinikum Dessau

Gebhardt: Privatisierungen sind schlechte Notlösungen

Sachsen-Anhalts DGB-Landesvorsitzender Udo Gebhardt traf einen Tag vor Heiligabend mit pflegerischem und ärztlichem Personal im Städtischen Klinikum Dessau zusammen.

Der Gewerkschafter dankte den Beschäftigten dafür, dass sie auch über die diesjährigen Weihnachtsfeiertage die medizinische Versorgung im Raum Dessau-Roßlau sicherstellen. Gebhardt: "Die Menschen, die auf ärztliche Hilfe und Pflege angewiesen sind, vor allem jene, die auch die Feiertage im Krankenhaus verbringen müssen und deren Angehörige, sind Ihnen dafür dankbar."

Für den DGB-Landeschef ist das Städtische Klinikum Dessau ein Beispiel für hervorragende Kommunalpolitik. Gebhardt: "Die Stadt Dessau hat sich richtig entschieden, als sie trotz schwieriger Haushaltssituation in diese moderne Einrichtung investiert hat. Das hat sich gleich mehrfach ausgezahlt: für die Kommune, für die im Klinikum Beschäftigten und vor allem für die Patienten der Einrichtung."

Gebhardt hält es für eine Fehlentwicklung, wenn im Zuge der Privatisierungswelle bundesweit nur noch 32 Prozent der Krankenhäuser in öffentlicher Hand sind. Der DGB-Chef: "Der Grund dafür sind vor allem die Finanzprobleme von Ländern und Kommunen. Privatisierungen sind aber immer schlechte Notlösungen. Ich befüchte, dass die aktuelle Wirtschaftskrise hier weitere Zwänge schafft. Das Beispiel Dessau-Rosslau zeigt aber, dass es sich lohnt, dem zu widerstehen. Die Zahl von betreuenden Ärzten, Pflegekräften und anderen Beschäftigten je Patient ist in öffentlichen Krankenhäusern deutlich höher als in privaten oder freigemeinnützigen Einrichtungen."

Udo Gebhardt: "Im Gesundheits- und Pflegebereich zählt nicht allein die rechnerische Produktivität der Beschäftigten. Gute Arbeitsbedingungen und ausreichend Zeit für das ärztliche und pflegerische Personal bedeuten immer auch gute Betreuung und menschliche Zuwendung für Patienten. Wer heilen will, darf nicht hetzen und braucht selber gute Arbeitsbedingungen und angemessene Entgelte."


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