Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 19-2019 - 10.10.2019

DGB verurteilt abscheuliche Taten in Halle

Mit Betroffenheit reagiert der Deutsche Gewerkschaftsbund Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt auf die Ereignisse in Halle. Am Mittwoch, den 9. Oktober, dem jüdischen Versöhnungstag Yom Kippur, wurden in Halle zwei Menschen in der Nähe der Synagoge erschossen und mehrere Menschen verletzt. Alles deutet auf eine antisemitische und rechtsextremistische Tat hin. Eines der Opfer war in Gewerkschaftsprojekten engagiert und vielen Kolleginnen und Kollegen vor Ort bekannt.

Der für Halle zuständige Regionsgeschäftsführer des DGB, Johannes Krause, betont: „Wir alle sind erschüttert über die Anschläge in unserer Stadt und in Landsberg. Wir trauern um die Opfer. Die getötete Frau kannten wir. Sie hatte sich in einer gewerkschaftlichen Theater-AG engagiert und war an mehreren Veranstaltungen zum Frauentag beteiligt. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken erhalten.“

Susanne Wiedemeyer, Landesleiterin des DGB in Sachsen-Anhalt, erklärt dazu: „Diese abscheuliche Tat führt uns vor Augen, wozu Einzelne in der Lage sind, wenn Rechtsextreme immer mehr Hass und Hetze verbreiten. Menschen jüdischen Glaubens wurden zur Zielscheibe und Unbeteiligte zu Opfern, doch gemeint sind wir alle, die für Offenheit und Vielfalt stehen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Freunden, unsere Solidarität all jenen Opfern von Antisemitismus und Rassismus.“

Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB-Bezirks, verurteilt die Tat zutiefst: „Wir trauern um zwei Menschen, die aus Hass ermordet wurden. Die Hintergründe der Tat müssen nun umfassend aufgeklärt werden. Wir als DGB haben uns immer und werden uns auch in Zukunft entschieden gegen jede Form von Antisemitismus und Rechtsextremismus einsetzen."

Der DGB ruft zu einer Gedenkfeier für die Opfer auf. Die Gedenkfeier findet heute um 17 Uhr in Halle auf dem Marktplatz statt. Am Freitag, 11. Oktober 2019, beteiligt sich der DGB in Magdeburg an einer Mahnwache, die vom Bündnis gegen Rechts Magdeburg und dem Förderverein Neue Synagoge e.V. organisiert wird. Die Mahnwache findet um 17.30 Uhr bei der Synagogengemeinde, Gröperstraße 1, statt.

 


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