Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21-2019 - 13.12.2019
Bauwirtschaft und Gewerkschaften fordern zügige Einführung in Sachsen-Anhalt

Azubi-Ticket: Impuls zur Fachkräftesicherung nötig

Der Landtag von Sachsen-Anhalt thematisiert in der letzten Plenarsitzung des Jahres den Doppelhaushalt 2020/2021. Die vieldiskutierte Einführung eines Azubi-Tickets ist im derzeitigen Haushaltsentwurf nicht enthalten und muss angesichts der Kritik aus der Bauwirtschaft und den Gewerkschaften im parlamentarischen Verfahren Berücksichtigung finden.

„Bis 2030 hat etwa jeder vierte gewerbliche Arbeitnehmer deutscher Bauunternehmen das Rentenalter erreicht. Um diese Lücke zu schließen, ist die Nachwuchssuche oberste Priorität der Bauwirtschaft. Nachdem die Nachbarländer Sachsen, Brandenburg, Berlin und Thüringen aktiv geworden sind, muss auch Sachsen-Anhalt ein Azubi-Ticket einführen und damit die duale Ausbildung stärken!“, fordert Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost e. V.

Giso Töpfer, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbe-Verbandes Sachsen-Anhalt, ergänzt: „Betriebe, insbesondere in den Grenzgebieten zu Sachsen und Thüringen haben derzeit einen klaren Nachteil beim Wettbewerb um zukünftige Auszubildende. Angesichts der Kostenunterschiede werden Lehrlinge abwandern. Wer das Land zukunftsfähig halten möchte, kann sich so etwas nicht weiter erlauben.“

„Das Azubi-Ticket für Sachsen-Anhalt ist längst überfällig. Die Dynamik auf dem Ausbildungsmarkt als auch das weit gespannte Berufsschulnetz dulden keinen weiteren Aufschub. Auszubildende müssen bei den Fahrtkosten finanziell entlastet werden.“, verdeutlicht Susanne Wiedemeyer, Landeschefin des DGB Sachsen-Anhalt.

„Es muss vom Ausbildungsbeginn bis zur Abschlussprüfung klar sein, dass das Land die Auszubildenden unterstützt. Das Azubi-Ticket ist ein sinnvolles Instrument, um junge Menschen in Sachsen-Anhalt für die Ausbildung zu gewinnen und nebenbei ein Beitrag zum Klimaschutz.“, so Mirko Hawighorst, Regionalleiter der IG BAU Sachsen-Anhalt.


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