Deutscher Gewerkschaftsbund

04.04.2001

DGB zur Veröffentlichung des Forderungskataloges der Arbeitgeber

Der DGB Sachsen-Anhalt kritisiert Inhalt und Form der von den Arbeitgebern betriebenen wirtschaftspolitischen Diskussion. Anlass ist die Veröffentlichung eines 24-Punkte-Programms der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Sachsen-Anhalts, in dem u.a. eine Abkehr von Tarifbindungen gefordert wird.

DGB-Landeschef Dr. Jürgen Weißbach dazu am Mittwoch (4.4.01) in Magdeburg: "Die Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Löhnen und Gehältern sind eine wichtige Grundlage für einen fairen Wettbewerb. Die Arbeitgeber müssen außerdem endlich einsehen: Das nunmehr 10jährige Dauerexperiment Wirtschaftsaufbau im Osten durch niedrigere Löhne ist gescheitert. Die Angleichung an Westlöhne und -gehälter muss kommen, - bei aller Flexibilität, die die Gewerkschaften einräumen."

Zur Kritik der Arbeitgeber am Bildungsfreistellungsgesetz sagte Weißbach: "Mir bleibt verborgen, wovor die Arbeitgeber Angst haben. Bislang müssten sie sich eher sorgen, warum so wenig Gebrauch von der gesetzlichen Regelung zur Weiterbildung gemacht wird. Vor dem Hintergrund der von den Arbeitgebern betriebenen Debatte um den Mangel an Facharbeitern und Qualifikationen bleibt mir die Kritik rätselhaft."

Schließlich bemängelt der DGB-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt die Form der wirtschaftspolitischen Diskussion: "Die Arbeitgeber tun dem Land keinen guten Gefallen, wenn sie nach eigener Regie Wunschzettel aus der Tasche ziehen. Wirtschaftsleben ist kein Weihnachtsfest und kein Monolog."


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