Deutscher Gewerkschaftsbund

22.09.2010

DGB: Gegen längere Laufzeiten von Atomkraftwerken, für ergebnisoffene Suche nach Endlagern.

Gebhardt: Sachsen-Anhalts Vorsprung bei alternativen Energien sichern

Magdeburg, 22.09.2010. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wendet sich gegen die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke. Dazu liegt jetzt ein Positionspapier des DGB-Bezirks Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt vor. Nur durch den Ausstieg aus der Atomkraftnutzung gemäß Atomkonsens könne die noch anfallende Menge an Atommüll reduziert werden, heißt es in dem Papier. Zudem müsse für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle endlich eine überzeugende Lösung gefunden werden. Nach geeigneten Endlagern müsse bundesweit ergebnisoffen gesucht werden. Das gehe nur im Einvernehmen mit der Wohnbevölkerung und den Beschäftigten vor Ort. Eine Vorfestlegung auf Gorleben lehnt der DGB strikt ab.

Sachsen-Anhalts DGB-Landesvorsitzender Udo Gebhardt sagte am Mittwoch in Magdeburg: "Unser Bundesland ist wie auch Niedersachsen vom Endlagerproblem betroffen. Zugleich sind wir aufgerufen, unseren Vorsprung in der Solar- und Windenergie-Branche politisch zu sichern."

Gebhardt fordert die Landesregierung auf, diese Landesinteressen und den Mehrheitswillen der Bevölkerung offensiv im Bund zu vertreten. Gebhardt: "Schluss mit der Klientelpolitik zu Gunsten großer Energiekonzerne! Wir brauchen die Arbeitsplätze, die an alternativen und erneuerbaren Energien sowie dezentralen Strukturen hängen."

Das "Positionspapier zur Atompolitik" wurde vom Ausschuss für Umweltfragen beim DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt erarbeitet. Dem Gremium gehören haupt- und ehrenamtlichen Expertinnen und Experten an.


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