Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 0001-2010 - 15.12.2010

Mehr Arbeitsplätze, ... aber unter schlechteren Bedingungen

Gebhardt: Wirtschaftsminister Haseloff hübscht auf.

Der DGB in Sachsen-Anhalt übt harsche Kritik am Landeswirtschaftsminister Reiner Haseloff. Der verzerre die Situation, wenn er behaupte, das Gros der neuen Arbeitsplätze seien unbefristete, reguläre Vollzeitstellen. Der Minister hatte damit auf eine kritische Analyse des Chefs der Landesarbeitsagentur, Kay Senius, reagiert. (Mitteldeutsche Zeitung vom 15.12.10)

Nach Ansicht des DGB-Landesvorsitzenden Udo Gebhardt hat sich die Beschäftigungsstruktur in Sachsen-Anhalt wesentlich verschlechtert.

Gebhardt sagte am Mittwoch (15.12.2010) in Magdeburg: "Haseloff hübscht offensiv auf und streut der Öffentlichkeit Sand in die Augen. Die Wahrnehmung der Gewerkschaften ist eine ganz andere: Bei den Neueinstellungen wird immer härter gefeilscht - und zwar in allen Branchen. Immer mehr hochqualifizierte Stellensuchende werden mit langen Probezeiten, Befristungen oder gar Einstiegen über Praktika konfrontiert. Fachkräfte werden so in andere Länder vertrieben."

Gebhardt: "Wir nehmen auch wahr, dass bei den nicht durch die Arbeitsagenturen vergebenen Jobs zunehmend unsaubere Praktiken eine Rolle spielen. Eine Nachfrage bei Zoll und Arbeitsgerichten würde sich lohnen. Und Fakt ist auch, der Arbeitsmarkt hat sich generell hin zu mehr atypischen Beschäftigungen verschlechtert. Wir haben in Sachsen-Anhalt 140 Tausend Teilzeit-Arbeitsplätze, 100 Tausend Minijobber, 30 Tausend Ein-Euro-Jobs und Arbeitsgelegenheiten, und 18 Tausend Leiharbeiter in der aktuellen Statistik. Bei nur 740 Tausend versicherungspflichtigen Jobs ist das eindeutig zu viel."

Gebhardt beruft sich auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung nach Angaben des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit.

 


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