Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25 - 22.10.2020

DGB-Rentenreport 2020: Rente muss für ein gutes Leben reichen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Sachsen-Anhalt hat den Rentenreport 2020 „Rente muss für ein gutes Leben reichen“ vorgestellt. Der Report beschreibt die Situation der Rentnerinnen und Rentner in Sachsen-Anhalt und zeigt anhand von Daten und Fakten den rentenpolitischen Handlungsbedarf auf.

DGB-Landesleiterin Susanne Wiedemeyer: „Für viele Ältere ist es schwer, mit ihrer Rente den Alltag zu bestreiten. Viele Beschäftigte müssen nach dem Erwerbsleben deutliche Abstriche hinnehmen. Dies gilt besonders für Frauen.“ Für fast zwei Drittel der Neurentnerinnen lag der Zahlbetrag unter der Armutsgefährdungsschwelle von 1.035 Euro. Die Armutsgefährdungsquote der Rentnerinnen und Rentner hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Sie ist von 13,5 Prozent im Jahr 2008 auf 16,4 Prozent im Jahr 2018 gestiegen. Wiedemeyer weiter: „Keine andere Bevölkerungsgruppe hat eine Zunahme der Armut in dieser Deutlichkeit zu verzeichnen. Das größte Sorgenkind bleibt die Erwerbsminderungsrente.“

„Die Teilprivatisierung der gesetzlichen Rente war ein Irrweg. Die private Altersvorsorge ist trotz staatlicher Förderung nicht in der Lage, die Lücke zu schließen. Gerade Beschäftigte mit niedrigen Einkommen können sich eine private Vorsorge kaum leisten. Um Altersarmut entgegenzuwirken und das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken, braucht es einen Kurswechsel. Die Einführung der Grundrente war richtig, ebenso die Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2025. Jetzt muss die Politik den nächsten Schritt gehen und das Rentenniveau dauerhaft auf 50 Prozent anheben Außerdem bedarf es guter Arbeit mit Tarifverträgen, damit die Menschen von ihrem Einkommen leben und Rentenbeiträge zahlen können“, so Wiedemeyer.


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