Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 0025-2011 - 07.03.2011

Auch Chancengleichheit kann man wählen!

Aufruf des DGB Sachsen-Anhalt zum Internationalen Frauentag am 8. März 2011.

Magdeburg. Vor 100 Jahren lagen Forderungen nach dem Wahlrecht für Frauen auf dem Tisch. Die sind erfüllt. Doch der Kampf um "gleichen Lohn für gleiche Arbeit" hält an und muss fortgeführt werden. Chancengleichheit für Frauen ist insbesondere in der Privatwirtschaft noch immer nicht hergestellt. Auch hier heißt es weiterkämpfen!

In Sachsen-Anhalt fehlen Fachkräfte. Vor allem mangelt es an jungen, gut ausgebildeten Frauen. Tausende haben das Land wegen schlechter Berufsperspektiven verlassen oder pendeln in den Westen.

Die, die geblieben sind, haben es mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen zu tun.

Bei nur 740 Tausend versicherungspflichtigen Jobs verzeichnen wir 140 Tausend Teilzeit-Arbeitsplätze, 100 Tausend Minijobs und 30 Tausend Ein-Euro-Jobs und Arbeitsgelegenheiten. In diesen Bereichen sind Frauen die Hauptbetroffenen. In Führungsebenen von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sind Frauen in der Minderheit.

Umgekehrt bilden Frauen das Gros der alleinerziehenden Eltern. Deren Armutsrisiko ist besonders hoch. Frauen sind in 15 Prozent ostdeutscher Familien die Hauptverdiener. Die Frage nach der Einkommenslücke stellt sich hier am dringendsten.

Bei vielen Veranstaltungen im Vorfeld der Landtagswahlen zeigt sich, wie ernst es die Parteien mit der Gleichstellung meinen. Die Wählerinnen und Wähler können sich informieren. Auch Chancengleichheit kann man wählen. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht gebrauch!


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