Deutscher Gewerkschaftsbund

14.07.2015

BA-Pendlerranking Sachsen-Anhalt: Leipzig weiter auf Platz Eins

Chancen auf den regionalen Arbeitsmärkten sind gestiegen – Automobil- und Logistikstandorte wie Leipzig und Wolfsburg mit Magnetwirkung

Presseinformation      
038/2015 – Halle (Saale), 10.07.2015
 
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen
Frau-von-Selmnitz-Straße 6
06110 Halle/Saale

 

Leipzig – Wolfsburg – Nordsachsen sind die TOP-Ziele

Top-Ziel für Pendler aus Sachsen-Anhalt bleibt die Stadt Leipzig. Das zeigt das neue Pendlerranking der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen. 19.165 Männer und Frauen aus Sachsen-Anhalten arbeiteten im Juni 2014 in der Messestadt. Und: Die Anziehungskraft der Stadt wächst. Im Juni 2013 fuhren nur 17.847 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Sachsen-Anhalt zur Arbeit an die Pleiße. Auf dem zweiten Platz der „Pendler-Top 10“ steht weiterhin Wolfsburg. In der VW-Stadt arbeiteten im Juni 2014 9.370 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter. Auch dieser Automobilstandort verzeichnet ein leichtes Plus. Ein Jahr zuvor lag hier die Zahl der Pendler aus Sachsen-Anhalt bei 9.261. Auf Platz drei des Rankings landet der Landkreis Nordsachsen mit 6.629 Pendlern aus Sachsen-Anhalt. Dort befindet sich unter anderem das Logistikdrehkreuz am Flughafen-Halle-Leipzig. Umgekehrt pendeln 9.798 Menschen von Leipzig und 4.499 aus dem Landkreis Nordsachsen nach Sachsen-Anhalt.

Weniger Wochenpendler – mehr Tagespendler

„Wegen der guten Entwicklung der Automobil- und Logistikstandorte Leipzig und Wolfsburg geht der Trend immer mehr zum Tagespendeln. Immer weniger Menschen fahren zur Arbeit in entferntere Bundesländer“, erklärte der Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Kay Senius. Den Menschen in Sachsen-Anhalt attestierte Senius eine überdurchschnittliche Mobilität. „Durch den Strukturwandel mussten die Menschen hierzulande immer mobil sein und weitere Wege zur Arbeit in Kauf nehmen! Die Situation hat sich geändert, die Chancen in den grenzüberschreitenden Wirtschaftsräumen sind gestiegen“,  sagte Senius. Insgesamt arbeiteten im Jahr 2014 rund 138.014 Sachsen-Anhalter in einem anderen Bundesland,  etwa 2.000 mehr als ein Jahr zuvor, die meisten davon in Niedersachsen, gefolgt von Sachsen. Die Zahl der Auspendler erreichte damit den höchsten Stand seit 2008.

Leipzig auch bei Auszubildenden aus Sachsen-Anhalt beliebt

Auch bei den Auszubildenden, die in andere Bundesländer pendeln, steht Leipzig auf dem ersten Platz. Von den 3.347 Azubi-Pendlern aus Sachsen-Anhalt fuhren im Juni 2014 680 nach Leipzig und 191 nach Wolfsburg. Auf Platz drei des Azubi-Rankings lag Berlin. An die Spree pendelten 146 Auszubildende.

Immer weniger Auszubildende müssen pendeln

Insgesamt pendelten im Juni vergangenen Jahres 3.347 Auszubildende aus Sachsen-Anhalt in ein anderes Bundesland. Fünf Jahre zuvor, im Juni 2009, waren es noch 7.777. „Zum einen geht die Zahl der Auszubildenden insgesamt zurück und zum anderen finden die Jugendlichen aufgrund der guten Ausbildungsmarktlage jetzt auch bei uns in Sachsen-Anhalt eine passende Stelle“, erklärte Senius.


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