Deutscher Gewerkschaftsbund

Berufsschüler können Fahrtkostenhilfe erhalten

Land Sachsen-Anhalt hat Richtlinie überarbeitet

Das Land Sachsen-Anhalt gewährt Berufsschüler/innen überregionaler Fachklassen, heißt in Bundes-, Landes- oder Regionalfachklassen während des Blockunterrichts Zuwendungen gemäß der Richtlinie des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt vom 01.06.2010 mit Änderungen vom 1.8.2014.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind hilfebedürftige Berufsschüler/innen

mit Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt, die

a) einen Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb in Sachsen-Anhalt abgeschlossen haben,

b) ihre Schulpflicht durch den Besuch einer Berufsbildenden Schule (§ 40 Abs. 3 SchG LSA ) erfüllen und

c) außerhalb der für ihren Wohn- und Ausbildungsort zuständigen örtlichen Berufsschule am Unterricht teilnehmen.

Keine Förderung erhalten:

a) Auszubildende, die bereits einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung haben

b) Umschüler_innen gemäß § 40 Abs. 5 SchulG LSA und

c) Auszubildende, die mehr als zwei Mal eine Ausbildung vor Ablauf der Probezeit beendet haben oder denen verhaltensbedingt gekündigt wurde.

Wofür gibt es einen Zuschuss?

Das Land gewährt einen finanziellen Zuschuss zu den Ausgaben der auswärtigen Unterbringung sowie zu den Fahrtkosten zum Besuch einer auswärtigen Berufsschule. Dabei müssen die Fahrtkosten so günstig wie möglich gestaltet sein. Der Zuschuss zu den nachgewiesenen Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt im folgenden Maße:

bis zu 450,00 € Einkünfte – 80 % der Fahrtkosten

von 450 -500 € Einkünfte – 60 % der Fahrtkosten

von 500 -550 € Einkünfte – 40 % der Fahrtkosten

von 550 -600 € Einkünfte – 20 % der Fahrtkosten

Bei Nutzung des privaten Kfz werden zur Ermittlung der Gesamtfahrtkosten pro Kilometer 0,10 Euro zu Grunde gelegt. Der Zuschuss erfolgt nach der oben benannten Auflistung.

Beim Tagesbesuch der Berufsschule, heißt nicht in der Blockbeschulung, wird der Zuschuss erst ab einer Entfernung von mindestens 50 km einfache Strecke zwischen Wohnort und Schule gewährt. Dies gilt nicht für Auszubildende nach § 66 des Berufsbildungsgesetzes oder § 42m der Handwerksordnung. Bei auswärtiger Unterbringung (bspw. im Wohnheim) erfolgt eine pauschale Bezuschussung der Kosten von max. 8,00 Euro je Übernachtung. Es wird jedoch nicht mehr erstattet, als tatsächlich Kosten entstanden sind.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Eine Zuwendung wird auf schriftlichen Antrag hin gewährt, wenn die Auszubildenden am Blockunterricht teilnehmen müssen, weil die Unterrichtung an der örtlichen zuständigen Berufsschule nicht möglich ist und die tägliche Fahrtzeit zwischen Wohn- und Beschulungsort täglich mehr als drei Stunden beträgt.

Für die Beantragung des Zuschusses dürfen die monatlichen Einkünfte 600,00 Euro nicht übersteigen.

Einkünfte, die angerechnet werden, sind:

a) die Ausbildungsvergütung (brutto)

b) die Ausbildungsbeihilfe.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Anträge sind bis zu zwei Monate nach Ende eines Schulhalbjahres zu stellen. Zusätzlich können Anträge jeweils nach Ablauf eines Beschulungsblocks, bei Tagespendlern nach Ablauf von drei Monaten eingereicht werden.

Für die Anträge gibt es Vordrucke unter:

www.landesschulamt.sachsen-anhalt.de in der Rubrik "Service -> Formulare für Auszubildende". Dem Antrag sind die Originalbelege der entstandenen Kosten beizufügen. Erst danach kann der Zuschuss berechnet und bewilligt werden.

Wo ist der Antrag einzureichen?

Vor dem Einreichen beim Landesverwaltungsamt ist der Antrag der Berufsschule vorzulegen. Diese bestätigt die Angaben zum Besuch der Berufsschule (siehe Punkt 8 des Antragsformulars). Das Landesverwaltungsamt entscheidet im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel über eine Zuwendung. Ein Anspruch auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht.

Wer ist Ansprechpartner?

Anträge sind einzureichen beim:

Landesschulamt Sachsen-Anhalt

Hauptsitz Halle

Ernst-Kamieth-Str. 2

06112 Halle

Tel.: 0345/ 514-0


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